lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte

Aberglaube

 
Gerade lese ich, dass der Arbeitsminister der Bundesregierung ein 13. Sozialgesetzbuch plant. Es soll die Nr. 14 tragen, weil die 13 eine Unglückszahl ist. Das ist rücksichtsvoll von Herrn Heil. Dieses Unbehagen ist auch im Digitalzeitalter weit verbreitet. Wer hat noch nicht ein Hotelzimmer mit der Nr. 12a gefunden?
 
Und das Thema „Schwarze Katze“ ist auch in vieler Munde.
 
Da wundern wir uns nicht über Aberglauben im Mittelalter.
 
4095Maria.Cosmedin.Rom.800B „Mund der Wahrheit“ vor Santa Maria in Cosmedin, Rom.
 
Die riesige Marmorscheibe soll mehr als 2000 Jahre alt sein. Seit dem Mittelalter glaubt man, dass der „Mund“ zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheiden kann. Im letzteren Fall schnappt  er zu. – Diese junge Frau kam unbeschadet davon.
 
 
Die selbe Dame wurde beobachtet, als sie in Córdobar der Statue des berühmten jüdischen Gelehrten Maimonides (12. Jh.) die Hand auf den schon strapazierten linken Fuß legt. Ob ein wenig Weisheit überging?
 
 
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Bleiben wir zu Hause: In Köln wird erzählt, dass im Mittelalter die simple Berührung der Statue des Hl. Christopherus im Dom das Überleben für diesen Tag sicherte.
 
Ähnliche „Angebote“ sind häufig im mittelalterlichen Europa.

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