lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte
 

mittelalterliche Architektur

Fachvokabular

 

Wenn wir hören oder lesen, daß "in einer Basilika mit niedersächsischem Stützenwechsel die kannelierten Säulen in tief hinterschnittenen Kapitellen enden, deren Kämpferplatten die Dienste aufnehmen, die über das Triforium zu den Obergaden gehen", ist der Architektur-Neuling mit seinem Latein am Ende. Ihm soll das Glossar helfen, die Texte besser zu verstehen. Aus persönlichem Interesse an der englischen und französischen Sprache habe ich ein kleines Wörterbuch mit den wichtigsten Begriffen aus der mittelalterlichen Baukunst erstellt.

 

Beide Aufgaben - die Erstellung des Glossars und des Wörterbuchs - trafen auf Schwierigkeiten, weil schon in unserer Muttersprache die Definitionen oft ungenau und strittig sind (Beispiel "Querhaus" bzw. "Querschiff").

 

Bei den Fremdsprachen hilft ein einfaches Wörterbuch nicht. Der "Larousse" und die "Encyclopaedia Britannica" sind eine große Hilfe. Die beste Quelle ist aber gute fremdsprachliche Fachliteratur. Für das "Gesims" zum Beispiel gibt es in englischen Wörterbüchern eine Reihe von Bezeichnungen (bis zu 7) wie "moulding" und "cornice", die aber nur spezielle gesimsähnliche Ornamente bezeichnen.  Für das deutsche "Lisene" gibt selbst deutsche Fachliteratur das englische "lisene" an, ein Wort, das in der "Britannica 2001" überhaupt nicht existiert. Die Beispiele ließen sich, auch für das Französische, fortführen.

 

Ich habe mich gern in beide Problemkreise vertieft, noch viel dabei gelernt, kann aber trotzdem für die Richtigkeit der Angaben nicht garantieren.