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Die unglaubliche Eleonore

25.02.2014 09:34:44

 

Tochter eines Troubadors, Herzogin von Aquitanien, französische Königin (1137-1152). Nichts Ungewöhnliches im 12. Jh. , auch nicht, daß sie 10 Kinder gebar, 8 aus ihrer 2. Ehe.

 

Aber dann – Teilnahme am 2. Kreuzzug, als Königin! Das geht ebenso wenig, wie das Abhören von Angela Merkels Mobiltelefon. Oder? Geht doch. Leonore bzw. Barack Obama machen es möglich.

 

Zurück in Europa: Annullierung der Ehe, angeblich wegen zu naher Verwandtschaft.

 

Zwei Monate später Vermählung der 30-jährigen mit dem 11 Jahre jüngeren Herzog der Normandie, Graf von Anjou. Als Heinrich II. wird er englischer König. Sie bringt ihm einen gewaltigen Batzen französischen Territoriums als Morgengabe und legt damit unbeabsichtigt den Grundstein für den 100-jährigen Krieg zwischen Frankreich und England.

 

In der 35-jährigen Ehe gibt es viele politische und persönliche Gegensätze, die in einer von ihr geförderten Konspiration dreier Söhne gegen den König münden. Eleonore bezahlt mit 15 Jahren Hausarrest.

 

Nach Heinrichs Tod und ihrer Entlassung tatkräftiger Einsatz für ihren Sohn Richard Löwenherz, der im Kerker Kaiser Heinrichs VI. schmachtet. Im Alter von 72 Jahren überbringt sie persönlich das geforderte Lösegeld.

 

Acht Jahre später stirbt sie 80-jährig, fünf Jahre nach Richard, und ruht nun neben zwei englischen Königen, Vater und Sohn, in der Abtei Fontevraud.



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Der Kopf ist das Wichtigste,

05.02.2014 16:35:39

 

sagte sich der mittelalterliche Künstler in Stralsund, der die achteckigen Mittelschiff-Pfeiler in der Nikolai-Kirche bemalte.

 

Als Krönung der Figur setzte er in der Kapitellzone eine plastische Männerkopfkonsole aus Terrakotta auf den gemalten Körper. Es gibt weitere Figuren dieser Art in der Kirche. Der Kapitellschmuck an sich ist neuzeitlich.

 

 

 

Trotz des protestantischen Bildersturms von 1525 besitzt die Ratskirche St. Nikolai eine großartige Ausstattung aus Mittelalter und Neuzeit.

 

Die Kirche, gleich neben dem prächtigen Rathaus, wurde 1270 erstmals erwähnt.


 


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Durchblicke

21.01.2014 14:37:44

 

Wer stand noch nicht fröstelnd in alten Gemäuern, schaute auf die gähnenden Fensteröffnungen und fragte sich, womit man sie bei schlechtem Wetter oder im Winter verschloß. Die bekannten Möglichkeiten (Holzläden, Tierhäute oder Pergament) ließen keine Vision von Behaglichkeit aufkommen.

 

Da sind Transennen solider und eleganter. Schon in der Spätantike verwendete man sie, aber auch im frühen Mittelalter.

 

Ich nahm die ornamentalen Öffnungen, aus flachen Steinplatten herausgeschnitten und mit dünnen Alabasterscheiben hinterlegt, erstmals bewußt in asturischen Kirchen wahr.

Auch aus Stuck wurden Transennen gefertigt.

 

San Salvador de Priesca - Weihe 921

 

 

Besonders an Sonnentagen ergeben sich vom Innenraum aus schöne Effekte. Sogar die Ornamentmuster der Steinplatte sind zu erahnen.

 

 Santa Christina de Lena - um 850

 

 

Bei diesem Bild fragt sich der Betrachter, ob um 1200 die „Erfinder“ des Plattenmaßwerks sich an Transennen orientiert haben. Auch sie schnitten Lochornamente in Platten und schufen damit die Vorläufer des eleganten gotischen Maßwerks.


 

 


 

 


 


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Eine runde Sache

02.01.2014 16:40:05
 

 

 Im Jahre 2013 hat die Besucherzahl dieser Seite erstmals die

 

100.000

 

überschritten.

 

Allen Besuchern Dank für ihr Interesse und die besten Wünsche für ein

 

Gutes und erfolgreiches Neues Jahr



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Logistik am Bau

06.12.2013 07:49:54

 

 

Im Angesicht mittelalterlicher Bauten fragen wir uns oft: Wie bewegten Bauleute vor Hunderten von Jahren schwere Quader, Mörtel, Balken, Bleiplatten? Wie schafften sie das Material in luftige Höhen?

 

Es gab primitive Geräte für eine Person, wie Mulde und Vogel, mit denen Handlanger Mörtel schleppten. Schwerere Lasten bewegten zwei Mann auf Tragen mit zwei parallelen Holmen mit Querbrettern.

 

Das Rad war natürlich bekannt. Schubkarren nutzte man ab dem 12. Jh., außerdem zwei- oder vierrädrige Wagen, meist gezogen von Maultieren oder Ochsen. Denen hat man in Laon in den Türmen der Kathedrale ein Denkmal gesetzt. (www.wernernolte.de/index.php/architektur-des-mittelalters/sakralarchitektur/gotik/notre-dame-laon)

 

 

                                                 
                                      Nachbau eines Tretrades - vor St. Marien, Wismar

 

Für den Lastenaufzug gab es die feste Rolle und verschiedene Kräne, z. B. den Galgenkran. Über Seil und Rolle wurden die Lasten angehoben, entweder durch Haspeln oder Treträder in denen Menschen (Windenknechte) oder Tiere liefen.

 

Alle diese Geräte wurden aus Holz gefertigt.

 

Aus Eisen war die Steinzange hergestellt, eine sinnvolle Vorrichtung für das Heben von Quadern. Zwei S-förmige Arme schlossen sich, sobald über das Seil Zug ausgeübt wurde und klemmten den Stein ein. Noch heute sehen wir gelegentlich in den Mauern mittelalterlicher Bauten die kleinen Löcher in der Mitte der Quadern in die die Spitzen der Zangenarme eingriffen, um das Verrutschen zu verhindern.

 

Trotz aller Transportmittel – der Mensch trug die Hauptlast, am Boden und auf den wackligen Gerüsten. Arbeit am Bau war hart, damals wie heute.


 


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