lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte
 
 

Karolingisch

Die Pfalzkapelle Karls des Großen in Aachen

 

Karl der Große, der erste Nachfolger der römischen Cäsaren im Westen, veranlaßte nicht nur die nach ihm benannte Renaissance der Künste und Wissenschaften, er hatte offensichtlich auch ein Händchen für Marketing. Die nach ihm benannte Architektur, an der Spitze seine Pfalzkapelle in Aachen, war auch ein Signal an seinen Rivalen, den Kaiser Nikephorus I. in Byzanz: "Ich bin Dir ebenbürtig".

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Dom zu Aachen: Teilansicht von Nord, Links karol. Oktogon mit barocker Haube, rechts gotische Turmkonstruktion, auf karolingischem Westbau. Davor rechts Nikolauskapelle, links Hubertus- und Karlskapelle (alle 15. Jh.).

 

Viele Berufene haben über diesen Bau geschrieben. Da zögert der Laie, den vorhandenen Abhandlungen eine weitere hinzuzufügen. Die einzige Berechtigung ist die Tatsache, daß auch eine kleine Serie über karolingische Baukunst ohne die Erwähnung der Pfalzkapelle, Kernbau des heutigen Domes, unvollständig ist. Sie ist das wichtigste und prachtvollste Beispiel karolingischer Sakralarchitektur und das nicht nur, weil so vieles untergegangen ist. So stehe ich staunend, wie in Ravenna, vor dem Wunder, daß dieses Monument die zahlreichen anderen Bauten der Epoche überlebt hat, wenn auch mit vielen An- und Umbauten.

 

Karolingische Pfalzkapelle - heutiger Dom

 

Wir können uns kaum vorstellen, welchen Eindruck die der Gottesmutter geweihte Kapelle als Teil der Kaiserpfalz auf die Zeitgenossen gemacht haben muß, sofern es nicht die wenigen Weitgereisten waren, die die anderen Machtzentralen auf dem Gebiet des ehemaligen römischen Reiches und ihre Prachtbauten kannten. (Rom, Konstantinopel mit der schon gut 250 alten Hagia Sophia und Córdoba, seit 711 muslimisch, dessen große Blüte noch bevorstand.)

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Dom zu Aachen: Modell, Ansicht von NW. Von links: Gotische Halle, Pfalzkapelle, Westbau.

 

Der heutige unvorbereitete Besucher sieht ein Domensemble, in dem das Oktogon, die eigentliche Pfalzkapelle, jedenfalls rein optisch an Bedeutung verloren hat. Es wirkt wie eingezwängt zwischen der fast gleich hohen prächtigen gotischen Halle im Osten und dem beide überragenden gotischen Turmensemble (aufgesetzt auf 2 Geschosse aus dem 8. Jahrhundert) im Westen, das durch einen Laufgang mit dem Oktogon verbunden ist. Außerdem umgeben den karolingischen Kernbau insgesamt 5 Kapellen, einige zweigeschossig. Das Modell verdeutlicht die Situation.

 

Und was sahen Karls (König 768-814) Zeitgenossen? Für sie war es einfacher. Die über 30 m aufragende Pfalzkirche mit wahrscheinlich 8-teiligem Zeltdach und von Treppentürmen flankiertem Westbau, sowie 2-geschossigem rechteckigen Chor überragte mühelos die damaligen Nebengebäude. (Atrium im Westen und 2 Annexbauten in Nord und Süd.) Die Baugruppe war nach neuen Untersuchungen verputzt und leuchtete rot, wie zeitgenössische byzantinische Kirchenbauten. Diese Farbe galt als Machtsymbol.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Blick in das Oktogon, oberer Umgang mit "Säulengitter", Fenster, 8-teiliges Klostergewölbe. Durch das Säulengitter Blick in die gotische Halle.

 

Die Kuppel überragte die niedrigen Lehm- und Fachwerkbauten der Siedlung Aquis villa, die wenigen Bischofskirchen, die Pfarr- und Klosterkirchen und die kleinen Eigenkirchen des Adels im Land, ohnehin oft Holzkonstruktionen. Nach Untermann war sie auch höher als alle anderen karolingischen Pfalzkirchen.

 

Nur Adel und Klerus durften stehend (der Karlsthron war der einzige Sitzplatz, wo immer er damals auch stand) die goldschimmernden Mosaike der Decken, die prächtigen Säulen, großartigen Bronzegitter und Bodenmosaike bewundern. Das Volk draußen staunte über schiere Größe und Exotik der Architektur.

 

Pfalzkapelle als politische Aussage

Und beeindrucken wollte Karl mit dieser Kirche. Das unterstrich schon der Bautyp – keine Basilika, sondern ein herrscherlicher Zentralbau mußte es sein. Er sollte Staunen und Aufsehen erregen, seinen Anspruch untermauern, dem Basileus in Byzanz, der sich als einziger legitimer Erbe des römischen Gesamtreiches verstand, als Nachfolger der Cäsaren im Westen gleichwertig zu sein. Der Einbau wertvoller Spolien aus der zeitweiligen weströmischen Kaiser-Residenz Ravenna betonte diesen imperialen Ehrgeiz.

 

Was mag der Basileus Nikephorus I. (Ks. 802-811) in seinem Prachtpalast in Konstantinopel von dieser Anmaßung des fränkischen "Barbaren" gehalten haben? Wir kennen keine Details, aber er verweigerte 803 einer fränkischen Gesandtschaft die Anerkennung Karls. Der hatte erst neun Jahre später, zwei Jahre vor seinem Tod, die Genugtuung, vom neuen Basileus Michael I. (Ks. 811-13) anerkannt zu werden.

 

Für Karl war die Pfalzkapelle nicht nur Hof- und Palastkirche. Sie war auch Schatzkammer und Grablege, in der er an seinem Todestag, dem 28. Januar 814, bestattet wurde. Sie war mit den Profanbauten der Pfalz das Zentrum des fränkischen Reiches. Nach dessen Untergang verlor sie nicht an Bedeutung. Sie wurde Krönungskirche der deutschen Könige bis zum Ende des Mittelalters.

 

 

Vorbilder, Baugeschichte, Bautechnik

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
San Vitale, Ravenna

 

Die Frage nach Vorbildern ist nicht einfach zu beantworten. Nördlich der Alpen gab es keines. Die Literatur nennt neben anderen oft den spätantiken Bau S. Vitale in Ravenna, den Karl während seiner wohl fünf Italienaufenthalte gesehen haben soll.

 

Ich habe San Vitale besucht. Es gibt Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede.

 

Hier nur einige:

 

  • San Vitale wurde aus Ziegeln erbaut, die Pfalzkapelle aus Bruch- und Haustein.
  • Beides sind Zentralbauten mit Umgang, aber das obere Geschoß ist in Aachen deutlich höher als in Ravenna, der Innenraum steiler.
  • Einem strengen inneren Oktogon in Aachen stehen weiche konkav geschwungene Formen in Ravenna gegenüber, die für mich mehr Weite suggerieren.
  • Innen und außen ist San Vitale oktogonal, der Außenbau in Aachen sechzehnseitig.
  • Der mehrgeschossige Westbau in Aachen fehlt in Ravenna.
  • Die Kuppel ist dort ebenfalls vorhanden, aber von außen als solche nicht sichtbar. Und: Sie ist, im Gegensatz zu Aachen, mit Tonröhren abgestützt.

 

Die Unterschiede zeigen: Bei aller Anlehnung an Vorbilder wurde in Aachen Eigenständiges geschaffen.

 

Es werden auch andere Vorbilder genannt, z. B. solche aus Byzanz. Braunfels nennt hier SS. Sergio et Bacchos in Byzanz, ein ebenfalls achtseitiger Zentralbau.

 

Auch die Angaben in der Literatur zum Baubeginn differieren. Einige Autoren weichen dem Thema aus. Es schien, als ob es niemand genau wisse. So könnte man sich damit begnügen, als Baubeginn das letzte Drittel des 8. Jahrhunderts festzulegen und die Fertigstellung zwischen 800 (Kaiserkrönung Karls) und 805 (mögliche Weihe durch Papst Leo III. [Papst 795-816]) anzusetzen. Aber Untermann schließt aus dendrochronologischer Untersuchung eines hölzernen Ringankerteiles auf Fertigstellung spätestens 788. Der Dombaumeister jedoch, nach Untersuchungen von Fundamenthölzern mit gleicher Methode (Stand 2014) legt sich auf frühestens 798 für den Baubeginn fest.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Oben oktogonaler Tambour mit Faltdach. Darunter: sechzehnseitiger Unterbau.

 

Die meisten Autoren nennen Bischof Odo von Metz als Baumeister, schließen aber nicht aus, daß der berühmte Einhard beteiligt war. Sicher scheint, daß der oder die Baumeister hervorragende Kenntnis byzantinischen Bauens hatten und daß auch die Werkleute aus Italien oder Byzanz kamen, wie auch im Falle der Bartholomäus-Kapelle in Paderborn, gut 200 Jahre später.

 

Kehren wir zurück nach Aachen und betrachten die Kapelle von außen. Das ist durch die Bebauung schwierig.

 

Den karolingischen oktogonalen Tambour, der die Kuppel trägt, sieht man noch recht gut. Die oberhalb eines Gesimses umlaufende Blendarkade und die Ziergiebel wurden Ende des 19. Jahrhunderts nach Vorbildern des 12. Jh. erneuert. Das in diesem Ensemble fremdartig anmutende Faltdach wurde 1664 aufgesetzt und kürzlich wieder mit Bleiplatten gedeckt.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Karolingischer Westbau mit großer Nische.

 

Das Mauerwerk des 16-seitigen Unterbaus bekommt man außen nur an wenigen Stellen zu Gesicht. Die Ecken des Unterbaus sind im Gegensatz zum Tambour nicht durch Pilaster markiert. Beide sind durch ein umlaufendes Gesims getrennt.

 

Einen guten Blick hat der Besucher vom Domhof aus auf den Westbau. Er hat die gleiche Geschoßteilung wie der Kuppelraum. Dieser Westbau wird von Koch und vielen anderen Autoren als rein fränkische Eigenschöpfung angesehen.

 

Es fällt die große Rundbogennische auf, in die ein gotisches Fenster gebrochen wurde. Rechts und links zeigen sich die Wände der beiden karolingischen Treppentürme mit ihren schießschartenähnlichen Öffnungen.

 

Aus diesem Westbau wurden nach den meisten Autoren die Westwerke entwickelt, die für manche karolingische und ottonische Bauten charakteristisch sind. (Corvey)

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Teil der Kuppel. Mosaiken: Ende 19. Jh.

 

Zur Mauertechnik des karolingischen Baues: Durch Untersuchungen des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege seit dem Jahr 2000 wissen wir Erstaunliches. Rund 1700 qm Fassadenfläche wurden untersucht mit dem Ergebnis, daß ca. 80 Prozent der Wände aus der Zeit Karls stammen und weitgehend unverändert sind. Es wurden über 20 verschiedene Gesteinsarten verwendet, darunter Herzogenrather Sandstein und Aachener Blaustein, aber auch Trachit vom Drachenfels, ein Material, das über 450 Jahre später gute Dienste beim Bau des Kölner Domes leistete.

 

Aber auch das: Einige der Quader hatten schon anderen Zwecken gedient und stammten aus römischen Bauten (nach Braunfels aus der Stadtmauer von Verdun), nichts Ungewöhnliches in damaliger Zeit.

 

Auch die Frage, warum das schwere achtseitige Klostergewölbe von nur 85 cm dicken Mauern getragen werden kann, ist nun geklärt. Nicht Tonröhren helfen hier wie in San Vitale. Eiserne Ringanker sind die Erklärung.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Pfeilerarkaden des unterern Umgangs.

 

Durch eine tonnengewölbte Vorhalle betritt der Besucher den Zentralraum. Unten stützen massige marmorverkleidete Pfeiler die niedrigen Rundbogen-Arkaden des Achtecks. Die Pfeiler setzen sich in schlankerer Form oberhalb eines Gesimses und einer Weiheinschrift fort. Auf ihnen ruhen die hohen Arkaden des Obergeschosses, die ihrerseits Fensterzone und Kuppel tragen.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: "Säulengitter" des oberen Umgangs.

 

In die Arkaden des oberen Geschosses, haben die Baumeister, auf 2 Ebenen, je 4 Säulen eingespannt. Die Experten sprechen gern von "Säulengittern". Die 32 Säulen haben keine statischen Aufgaben. Als reine Schmuckelemente hatten sie hohe Bedeutung für die Demonstration kaiserlichen Anspruches. Aus Ravenna herbeigeschafft, wollte Karl mit ihnen an das römische Imperium anknüpfen. Die antiken Säulen waren so wertvoll, daß sie Ende des 18. Jh. vom franz. Revolutionsheer nach Paris geschafft wurden. Nur ein kleiner Teil gelangte zurück.

 

 

Ausstattung

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Bronzetüren (Wolfstüren)

 

In der Nähe der Pfalzkapelle fand man 1911 Reste einer karolingischen Bronzegießerei. Neben den Türen wurden dort auch die 8 Bronzegitter des oberen Umgangs gefertigt. Vermutungen, sie könnten als Spolien aus Ravenna geholt worden sein, sind damit widerlegt.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Löwenkopf.

 

Die so genannten "Wolfstüren" mit aufgesetzten Löwenköpfen wiegen je ~ 2,5 Tonnen. Ihr Guß war eine gewaltige Herausforderung für die Zeit. Der frühere Standort war direkt am Durchgang von der Vorhalle in den Kirchenraum. Ursprünglich trugen die Löwenköpfe Griffringe. Einige weitere kleinere Türen, sind teilweise erhalten. Die Türen orientierten sich, wie so vieles in der Pfalzkapelle, an antiken Vorbildern.

 

Imposant ist der riesige Radleuchter im Oktogon, gefertigt um 1160, gestiftet von Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1122/25-1190). Er ist einer von vieren, die noch in Deutschland existieren, der größte von allen im Dom zu Hildesheim. Radleuchter versinnbildlichen mit ihren Türmen und Toren eine Stadt, das Himmlische Jerusalem aus der Offenbarung des Johannes.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Radleuchter

 

Der prächtige Schrein mit den Gebeinen Karls ist nach dem Dreikönigsschrein im Kölner Dom das größte romanische Werk der Goldschmiedekunst dieser Art an Rhein und Maas. Im Jahre 1165 hatte  Friedrich I. (Ks. 1152) die Gebeine heben lassen und wohl den Auftrag erteilt. Der ursprünglich verwendete römische Marmorsarkophag ist in Aachen erhalten.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Pfalzkapelle Aachen: Schrein mit Karls Gebeinen.

 

Der so genannte Thron Karls steht heute auf der Westempore. Er hat zu vielen Diskussionen der Experten geführt, vor allem hinsichtlich des Datums seiner Entstehung. Vor Jahren hörte ich in Aachen, er sei der Ottonik zuzurechnen. Bei meinem Besuch in 2005 wurde gesagt, der Thron sei im Ursprung sehr wohl eine karolingische Arbeit, wenn auch später "restauriert". Sicher war schon früh, daß die verwendeten 4 weißen Marmorplatten antik sind.

 

Der Sitz hat hohe historische Bedeutung. Auf ihm nahmen zwischen 936 und 1531 dreißig deutsche Könige während der Krönungsfeierlichkeiten Platz. Nur wer dort gesessen hatte, konnte zum Kaiser gekrönt werden.

 

Ich habe aus Platzgründen nur die wichtigsten Kunstschätze des Domes genannt. Neben der Schatzkammer sollte sich der Besucher auf alle Fälle den prunkvollen Ambo (Kanzel), das Adlerpult und den Hauptaltar mit der so genannten "Pala d’oro" ansehen.

 

 

Auswirkungen der Architektur auf Folgebauten

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Doppelkapelle auf Schloß Neuenburg (Sachsen-Anhalt): Anfg. 13. Jh.

 

Das ist viel diskutiert worden. Einen ernst zu nehmenden Hinweis auf St. Maria, eine 877 geweihte Stiftskirche Karls des Kahlen (823-877) in seiner Pfalz in Compiègne, gibt ein berühmtes Gedicht.

 

In Brügge fanden Archäologen unter der heutigen Stiftskirche St. Donatus (13. Jh.) Spuren des Vorgängerbaues mit achteckigem Hauptraum und sechzehneckigem Umgang und Umgangsjochen, die der Aachener Pfalzkapelle entsprechen. Darüber hinaus gibt es eine gute Beschreibung. Die Bauzeit ist unsicher – um 900.

 

Die um 1030 erbaute Pfalzkapelle St. Nikolaus in Nimwegen und die Kapelle St. Georg in Goslar hatten Bezüge zur Pfalzkirche Karls. Die Abteikirche von Ottmarsheim im Elsaß aus gleicher Zeit ist die einzige erhaltene Kopie.

 

Pfalzkapelle Karls des Großen, Aachen
Doppelkapelle Kaiserpfalz Goslar: Ende 11. Jh.

 

In späteren Jahrhunderten bauten Adlige und mächtige Herrscher Doppelkapellen in Burgen und Schlössern mit unterschiedlichen Grundrissen. Die Funktion dieser Kapellen ist nicht eindeutig geklärt. Früher wurde angenommen, dass in diesen Zentralbauten die Herren oben ungestört dem Gottesdienst im Untergeschoß beiwohnten, wie Karl der Große Jahrhunderte zuvor. Das wird neuerdings hinterfragt.

 

Nur die Ulrichskapelle der salischen Kaiserpfalz zu Goslar, die Doppelkapelle der Nürnberger Burg, (um 1240), die Grablege des Erzbischofs und Kanzlers Arnold von Wied in Schwarzrheindorf bei Bonn (um 1150) und die Doppelkapelle der Neuenburg in Sachsen-Anhalt seien hier erwähnt.

 

Außerdem wurde ein einzelnes Bauelement mehrfach kopiert, das "Säulengitter", wie in St. Maria im Kapitol und der Stiftskirche in Essen.

 

So ist die Pfalzkapelle in Aachen Mittlerin zwischen byzantinischen/spätantiken Bauten und Monumenten des hohen Mittelalters.

 

Unesco Welterbe

 

 

Literatur

Adam, Ernst, Baukunst im Rheinland, in: Rhein und Maas, Kunst und Kultur 800-1400, Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle Köln, L. Schwann Verlag, Düsseldorf, Köln 1972

Bandmann, Günter, Mittelalterliche Architektur als Bedeutungsträger, Gebr. Mann-Verlag, Berlin, 1994

Behringer, Charlotte/Merlin, Peter/Norton, Natasha/Sondermann, Elga, Kathedralen, Hundert Wunderwerke des Abendlandes, I.P. Verlagsgesellschaft International Publishing GmbH München, 1991, für Nebel-Verlag

Binding, Günther, Der romanische Baubetrieb, in: Rhein und Maas, Kunst und Kultur 800-1400, Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle Köln, L. Schwann Verlag, Düsseldorf, Köln 1972

Braunfels, Wolfgang, Die Kunst im Heiligen Römischen Reich, Band II und IV, Verlag C.H. Beck, München, 1980

Fillitz, Hermann, Propyläen Kunstgeschichte, Das Mittelalter I, Propyläen-Verlag, Berlin, 1990,

Grodecki, Louis/Wagner, Eva-Maria, Vorromanische Kunst - Monumente des Abendlandes, Busch, Harald/Lohse Bernhard (Hrsg.), Umschau-Verlag, Frankfurt am Main, 1967

Haupt, Albrecht, Kunst und Baukunst der Germanen, Leipzig, Reprint-Verlag, Reprint der Originalausgabe von 1909

Hugot, Leo, Der Dom zu Aachen, Einhard Verlag, Aachen, 1991

Koch, Wilfried, Baustilkunde, Sakralbau, Gütersloh, Bertelsmann Lexikon-Verlag, 1993

Kubach, Hans Erich, Architektur der Romanik, in: Weltgeschichte der Architektur, Nervi, Pier Luigi (Hrsg.), Belser Verlag, Stuttgart, 1974

Mende, Ursula, Die Bronzetüren des Mittelalters – 800-1200, Hirmer Verlag, München 1994

Mrusek, Hans-Joachim, Deutsche Baukunst, Romanik, VEB E.A. Seemann Verlag, Leipzig, 1983

Pischel, Gina, Große Kunstgeschichte der Welt, Südwestverlag GMBH & Co. KG, München, 1980

Untermann, Matthias, „opere mirabili constructa“, Die Aachener 'Residenz' Karls des Großen, in: Kunst und Kultur der Karolingerzeit, Beiträge zum Katalog der Ausstellung Paderborn 1999, Stiegemann, Christoph/Wemhoff, Matthias (Hrsg.), Verlag Philip von Zabern, Mainz, 1999

Untermann, Matthias, Karolingische Architektur als Vorbild, in: Kunst und Kultur der Karolingerzeit, Beiträge zum Katalog der Ausstellung Paderborn 1999, Stiegemann, Christoph/Wemhoff, Matthias (Hrsg.), Verlag Philip von Zabern, Mainz, 1999

Untermann, Mathias, Handbuch der mittelalterlichen Architektur, Wisenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 2009

 

Netz 

LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland

www.denkmalpflegeamt.lvr.de/Aktuelles/06+Karls+Mauerwerk.htm


MONUMENTE Online – Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

www.monumente-online.de/05/05/streiflicht/10_Aachen

Politecnico di Milano

www.hmg.polimi.it/coop/docs/25//denkmalschutzinfo_4_2003.pdf

Mittelalter Genealogie

www.mittelalter-genealogie.de/_byzanz

 

Eigene Beobachtungen

 

 

 

Überarbeitet: 2016