lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte
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Konstantinopel

 

Angeregt durch einen Leser möchte ich auf zwei Bücher aufmerksam machen, die sich mit einer der interessantesten Städte der Antike und des Mittelalters beschäftigen.

Konstantinopel, das alte Byzanz, wurde oft bedroht. Durch Slawen, Awaren, Waräger (Wikinger), Perser – immer vergeblich.

Große Gefahr dann durch den Islam. 673/74 versuchte eine riesige arabische Flotte die Eroberung, 717 belagerten islamische Truppen ein Jahr lang die Stadt - vergeblich.

Von Kreuzfahrern 1204 erobert, blieb sie christlich.

Im 15. Jh. sah das mächtig gewordene osmanische Reich seine Chance.

Verglichen mit dem antiken Ostrom war der Stadtstaat nur noch ein Schatten seiner selbst, das Staatsgebiet winzig, umgeben von der Landmasse des inzwischen starken türkischen Reiches. Aber die Stadt war ein Symbol und immer noch reich hinter mächtigen Mauern.

Ein Versuch in 1422 scheiterte. Doch 1453 war der Islam nach blutigen Kämpfen am Ziel.

Es war eines der schwerwiegendsten Ereignisse des späten Mittelalters.

 

In der Form eines historischen Romans, gut recherchiert, beschreibt der Autor die Belagerung in 673/74:

Becker, Frank S., Sie kamen bis Konstantinopel, Verlag Philipp von Zabern, Mainz, 2009

(mit Zeittafel, Glossar und Karten.)

 

 

Eng an den historischen Fakten, die Situation beider Seiten beleuchtend, wird die endgültige Eroberung spannend beschrieben:

Crowley, Roger, Constantinople – The Last Great Siege, Faber and Faber Ltd., London, 2006

(mit Karten, Index, Quellenangaben)

 

Viel Spaß!