lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte
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Wasserspiele

 

 

 

Nachdem die Benediktiner in Cluny über dem Beten in prunkvollen Gewändern das Arbeiten vergessen hatten, gründeten als voraussehbare Reaktion protestierende Mönche unter Robert de Molesme einen Reformorden, ab etwa 1100 als Zisterzienser bekannt. Bei ihnen stand die erste Forderung des hl Benedikt von Nursia, das Arbeiten, im Vordergrund.

 

Die weißen Mönche waren vielseitig. Als Reaktion auf das Verbot jeglicher Skulpturen, bearbeiteten sie die Steine ihrer Kirchen mit unglaublicher Sorgfalt. Sie waren großartige Landwirte und liebten das Wasser. Viele Zisterzienserklöster wurden in einsamen wasserreichen Waldtälern gegründet. Die Mönche schätzten das Wasser als Energiequelle, als Grundlage der Fischzucht, als Mittel zur Abfallentsorgung. Und natürlich brauchten sie Wasser für Küche und Hygiene.

 

 

 

 

In ihren Kreuzgängen errichteten sie für Waschungen vor dem Gebet prachtvolle Brunnenhäuser, wie das oben gezeigte in Maulbronn aus dem 13. und 14. Jh. Allerdings ist nur die untere der 3 Schalen mittelalterlich.

 

Andere Beispiele finden sich in Zwettl und Heiligenkreuz.