lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte
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Feldsteinbauten - Aus der Not eine Tugend gemacht

 

An der Autobahn E 30, südwestlich von Brandenburg a.d.Havel, liegt das alte Städtchen Ziesar (948 erstmals erwähnt.)

 

Für Freunde mittelalterlicher Architektur lohnt ein Abstecher. Hier haben sich Reste einer Burg und eine Kirche aus Feldsteinen erhalten, die, Überbleibsel aus der Eiszeit, in Massen Felder und Wiesen bedeckten.

 

Feldsteine als Baumaterial sind in den nördlichen neuen Bundesländern recht häufig, vor allem bei Dorfkirchen und Befestigungen. Meist sind sie aber mit anderen Materialien kombiniert, häufig mit Backsteinen. Mehr...

 

Große Bauten, ausschließlich aus Feldsteinen errichtet, sind selten.

 

    Bergfried der Burg

 

 Klosterkirche der Zisterzienserinnen 

 

Die spätromanische Klosterkirche St. Crucis wurde im 13. Jh. vollständig aus Feldsteinen gebaut. Die spätere Backsteinapsis ist gotisch.

 

Auf dem Gelände der Burg ist ein 35 m hoher Bergfried aus der Zeit um 1200 erhalten. Der ursprüngliche Eingang befand sich in etwa 10 m Höhe. Die sogenannte Bischofsmütze wurde im 16. Jh. aufgesetzt und als Wachstube genutzt.

 

Wem nun der Sinn mehr nach Farbigkeit steht, verwöhnt seine Augen beim Besuch der spätgotischen Burgkapelle mit reichem Bauschmuck. Bei diesem Backsteinbau wurden Feldsteine im Fundament eingesetzt.