lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte
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Henkel und Ösen

 
Wer am Skurrilen in mittelalterlicher Kunst interessiert ist, dem fallen immer wieder Details auf, deren Bedeutung wir heute nicht erklären können und die vielleicht auch sinnfrei sind.
 
An und in der sehenswerten Neuwerkkirche in Goslar – Baubeginn 12. Jh. - kommt man auf seine Kosten. An dieser Stelle sei nur ein interessantes Element im Mittelschiff der Basilika erwähnt.
 
 
Gslr Neuwerkk 8515 modAPres Neuwerkkirche Goslar
 
 
Einige der das Gewölbe tragenden Dienste verlassen die Wand – und damit ihre eigentliche Aufgabe – ragen henkelförmig in den Raum und kehren pflichtbewusst wieder an die Wand und in die Senkrechte zurück.
 
Doch damit nicht genug. In die „Henkel“ sind „Ringe“ eingehängt, oder sie tragen eine Masken-Skulptur.
 
Die „Ringe“ werden gedeutet als „Ouroboros“, einer sich in den Schwanz beißenden Schlange, ein antikes Symbol.
 
Auch sogenannte „Grüne Männer“ oder Blattmasken sind unter der Bauornamentik der Kirche zu finden.