lipprose Werner Nolte über mittelalterliche Architektur und Geschichte

 

Sakralarchitektur

Welch ein Fortschritt in 1000 Jahren! Die Meisterwerke der aufragenden Turmhelme gotischer Kathedralen zeigen das Ende einer Entwicklung, die mit den geduckten Kirchen der Germanenvölker begann. Die Bauten sind Zeugen des Glaubens, aber gelegentlich auch des Geltungsbedürfnisses von Klerikern und Fürsten.

 

Ich bin auf diesen Seiten ganz konventionell den von den Kunsthistorikern vorgeschlagenen Stilepochen des Mittelalters gefolgt, angefangen mit der Spätblüte antiken Bauens in Rom (Santa Sabina) und Ravenna (San Vitale), über kleine germanische Kirchen (Santa Maria de Quintanilla), der karolingischen Pfalzkapelle in Aachen, der Blüte der Ottonik (St. Michael in Hildesheim), dem romanischen Dom zu Speyer, bis hin zur gotischen Kathedrale St. Denis, Paris, mit der gotisches Bauen begonnen haben soll. Den Osten und damit orthodoxe und vor allem byzantinische Baukunst, der wir viel verdanken, habe ich nicht besucht. Aber ich lernte in Spanien islamische Bauten und Synagogen kennen, zusammen mit interessanten Mischstilen (mozarabisch und mudéja), die es durchaus wert wären, erwähnt zu werden.

 

Vieles verdankt die hier besprochene Architektur bis tief hinein ins Mittelalter antiker römischer Baukunst, z.B. den  Grundriß der Basilika.

 

Auch verinnerlichen mußte ich neues Vokabular, und ich fand es angebracht, anderen interessierten Anfängern Hilfestellung zu geben. Unter Fachvokabular finden Sie wichtige Begriffe, auch in zwei Fremdsprachen.